
In den Lebensmittelgeschäften wächst der Anteil der Bioprodukte, erneuerbare Energien sind auf dem Vormarsch, selbst die Automobilindustrie baut saubere Autos. In vielen Bereichen unseres Lebens hat umweltschonendes, umweltbewusstes Denken und Handeln verstärkt Einzug gehalten.
Auch die Baubranche steht hier nicht zurück. „Grüne“ Gebäude sind längst keine Zukunftsmusik mehr. Ob innovatives Energiekonzept oder der Einsatz natürlicher und nachwachsender Baustoffe aus lokaler Produktion, ob die Vermeidung toxischer Materialien oder eine Dachbegrünung: An vielen Stellen entstehen in Deutschland neue Gebäude unter Einbeziehung ökologischer Aspekte.
Ökologisch ist auch für Jaeger Ausbau kein Fremdwort. Durch gründliche Marktbeobachtung und schrittweise Weiterbildung sind unsere Mitarbeiter mit den wichtigsten Aspekten ökologischer Bauweise vertraut. Bei einer Reihe von Bauprojekten konnte zum Beispiel das erworbene Fachwissen im Umgang mit natürlichen Baustoffen unter Beweis gestellt werden.
Flachs, der aus den Stängeln der Leinenpflanze gewonnen wird, eignet sich hervorragend zur Herstellung eines hochwertigen Dämmmaterials. Im Besonderen zeichnet sich die Flachsdämmung neben ihrer umweltgerechten Produktion und der natürlichen Inhaltsstoffe durch die technischen Eigenschaften aus. Sie haben das Niveau der herkömmlichen Materialien längst erreicht, wenn nicht sogar überschritten, wie z. B. bei der Feuchtigkeitsregulierung.
Im folgenden Beispiel kam eine Flachsfaserdämmung beim Ausbau eines Dachstuhls zum Einsatz. Der Dienstsitz Berlin des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wird mit einem Neubau entlang der zukünftigen Verlängerung der Französischen Straße erweitert. Dieser verbindet die im Blockinneren liegenden Bestandsbauten der ehemaligen Musikhochschule mit dem während der Bauzeit in Betrieb befindlichen Hauptgebäude des Ministeriums, welches unter Denkmalschutz steht.
Der von Jaeger Ausbau mit Flachsfaserdämmung ausgebaute Dachstuhl gehört zur ehemaligen Musikhochschule. Die zu dämmende Dachfläche betrug insgesamt ca. 1.500 m². Dabei mussten Zwischensparrendämmung verbaut sowie die Gaubendecken und -wände gedämmt werden.
Im Zuge des umweltbewussten Bauens ist auch der Trend zum Lehmbau ungebrochen. Als traditioneller Baustoff überzeugt Lehm neben seiner Natürlichkeit mit guten physikalischen Eigenschaften. Für den Innenausbau sind z. B. Lehmbauplatten gerade auch wegen ihrer positiven raumklimatischen Qualitäten gut geeignet.
Trotz der vermehrten Anwendung führt die Lehmbauweise in Deutschland immer noch ein Nischendasein. Dies zeigt sich unter anderem in fehlenden DIN- bzw. EU-Normen für die Herstellung von Lehmbauplatten, wie sie von den Mitarbeitern des Standortes Jaeger Ausbau Berlin zur Fertigung von Trennwänden benötigt wurden. Weder inhaltliche Zusammensetzung noch Abmessungen oder Maßtoleranzen sind einheitlich geregelt. Durch gründliche Recherche und intensive Prüfung der angebotenen Materialien gelang es, eine Lehmbauplatte zu finden, welche stabil und ausreichend maßhaltig ist und sich dennoch gut verarbeiten lässt.
Bis zum endgültigen Gelingen des Projektes mussten weitere Hürden genommen werden. Schalldämmwerte und Standsicherheitsnachweise lagen aufgrund fehlender Normen und Zertifizierungen der Baustoffe nicht vor. Sie wurden durch Einzelnachweise und Prüfungen am Bauvorhaben erreicht. Erst die Erstellung von Musterwänden mit unterschiedlichen Oberflächenqualitäten ermöglichte die Wahl des geeigneten Lehmputzes.
Aufbau der Wände