
Die heutige Jaeger Ausbau Gruppe entstand aus einem kleinen Unternehmen. 1936 gründet Josef Emons in Dortmund eine Isolierfirma.
Egon Jaeger, Inhaber des Unternehmens Willich Isolierung und Enkel des Firmengründers Franz Willich, übernimmt die Firma Josef Emons, um mit dieser Firma Hausisolierungen, die nicht zum Spektrum von Willich gehören, auszuführen. Mit großem Einsatz gelingt es Egon Jaeger, der sowohl technisch als auch kaufmännisch ausgebildet ist, sein Unternehmen durch die Kriegswirren zu steuern. Mit der Währungsreform beginnt ein neues Zeitalter. Der Wiederaufbau kann beginnen. Endlich gibt es wieder das für qualifizierte Arbeiten benötigte Material und Gerät.
Da sich Hausisolierungen nicht rentierten, verlegte Egon Jaeger den Schwerpunkt von Emons auf den Schallschutz und Trockenbau, der gerade in den Anfängen war. Die technische Entwicklung des Trocken- und Akustikbaus sind für das moderne Bauwesen prägend. Für den Innenausbau von Gebäuden werden nun Gipskartonplatten, Mineralfaserplatten und Gipskassetten verwendet. Deren Einsatz ist meist günstiger als Mauerwerk und beschleunigt zudem den Baufortschritt. Als eine der ersten in Deutschland arbeitet die Firma Josef Emons mit der neuen Trockenbauweise. Der Erfolg stellte sich zusehens ein und bestätigte einmal mehr Egon Jaegers Gespür für kommende Entwicklungen.
Die Fa. Josef Emons beschäftigt sich sowohl mit dem technischen Schallschutz und der Lärmbekämpfung in Industrieanlagen als auch mit der Hochbauakustik inklusive Trennwandbau, Akustikdecken und schallschluckenden Wandverkleidungen. Für die Fertigung größerer Elemente wie zum Beispiel Kapselungen und Leitstände wird eine neue Produktionshalle errichtet.
Hans Jaeger, Sohn von Egon Jaeger, übernimmt die Leitung von Josef Emons.
In Paderborn und Geldern entstehen die ersten Niederlassungen der Emons Akustik. Mit Gründung der Standorte in Frankfurt und München wächst die Unternehmensgruppe weiter.
Die Aufträge werden zahlreicher, die Umsätze steigen stetig. Die Fertigungskapazitäten stoßen unter diesem unternehmerischen Erfolg an ihre Grenzen. Für die Abteilung Technische Akustik wird eine weitere Produktionshalle am späteren Hauptsitz des Unternehmens in der Bünnerhelfstraße in Dortmund-Dorstfeld errichtet. Am 13. April 1976 stirbt Egon Jaeger. Das arbeitsreiche Leben eines dynamischen und unermüdlichen Menschen geht zu Ende. Durch seinen weitschauenden Vorausblick und kaufmännischen Mut genießen seine Unternehmen einen in der Fachwelt geachteten Ruf.