Guxim Bunjaku, Vorarbeiter bei Jaeger Maler Plus Leipzig

 

Er ist gelernter Maler. Sein slowenischer Berufsabschluss wird in Deutschland jedoch nicht anerkannt. „Ich hab zuhause schon mit 14 Jahren auf den Baustellen meines Vaters mein erstes eigenes Geld verdient“, sagt Guxim, der 1990 in Slowenien zur Welt kam. Er hat schnell verstanden, dass man mit guter Leistung gutes Geld verdienen kann. Sein Vater besitzt eine Malerfirma, dort schloss er auch seine Lehre erfolgreich ab. Der große Traum einer Boxkarriere führte ihn 2013 nach Deutschland, erst nach Mannheim, später nach Freiburg. Ohne deutschen Berufsabschluss stellte ihn keine Malerfirma ein. So verdiente er seinen Lebensunterhalt unter anderem als Hausmeister. Der Traum vom Boxen platzte, stattdessen führte ihn die Liebe nach Leipzig, in die Heimat seiner Freundin. Dort bekam er eine neue Perspektive.

Über die Arbeitsagentur bekam er einen Kontakt zu Jaeger Maler Plus. Hier ging es plötzlich ganz schnell. Geschäftsführer Oliver Häse, immer auf der Suche nach engagierten Leuten, gab Guxim sofort eine Chance. Zunächst als Helfer engagiert, bekam er bereits nach einem Monat eine Festanstellung als Malergeselle. Neue oder ihm unbekannte Techniken eignete er sich schnell an, so zum Beispiel die Verarbeitung von Glasvliesgewebe. Nach insgesamt vier Monaten war er bereits Vorarbeiter und leitet seitdem erfolgreich mehrere Baustellen, darunter so anspruchsvolle Projekte wie die Ausgestaltung von Kreuzfahrtschiffen auf der Meyer-Werft in Papenburg. „Als ich bei Jaeger anfing, dachte ich, mehr als einen Helferjob krieg ich nicht. Ich kann mich für diese Chance nur bedanken. Jetzt kann ich zeigen, was ich kann.“ Sein gutes Deutsch basiert auf den Grundkenntnissen der Schule sowie deutschen Cartoons im Fernsehen. Bei Schriftstücken kriegt Guxim die volle Unterstützung von seiner Freundin und den Kollegen aus der Firma.