Ort des Geschehens ist Tolkewitz, ein ehemaliges Fischerdorf an der Elbe, das seit 1912 zu Dresden gehört. Hier läuft derzeit ein ehrgeiziges Schulprojekt: Für das neugegründete fünfzügige Gymnasium wurde auf dem Gelände eines ehemaligen Straßenbahnhofs eine ganz neue Schule gebaut. Und mehr noch: Neben den fünf neuen fünften Klassen aus Tolkewitz sind pünktlich zum Beginn des zweiten Halbjahres auch noch ein weiteres Gymnasium mit 700 Schülern sowie eine vierzügige Oberschule auf dem neuen Campus eingezogen. Sie werden bleiben, solange ihre eigenen Schulgebäude grundlegend saniert werden.

 

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Hut ab! Enge Zeitpläne sind die Regel. Die Einhaltung schon eher die Ausnahme. Unsere Dresdner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisteten beim Bauprojekt Schule Tolkwitz Großartiges: Kompetenz in der fachlichen Ausführung, eine klare Struktur bei Organisation und Koordination der Aufgaben und Gewerke.


Holzinnenausbau der Extraklasse

Damit lernen zunächst 1.250 Schüler in dem Neubau. Aber das neue Gymnasium wird mit jedem Jahrgang wachsen und ist deshalb auf bis zu 1800 Kinder und Jugendliche ausgelegt. Dementsprechend umfangreich war das Bauprojekt auch für unsere Dresdner Kolleginnen und Kollegen von Jaeger Tischlerei: Insgesamt betrug das Auftragsvolumen knapp 3,3 Millionen Euro, davon 1,8 Millionen für die Holzinnentüren und weitere 1,5 Millionen für den Holzinnenausbau. Verbaut wurden 600 Türelemente mit Stahl- oder Holzblockzargen, die verschiedenen Anforderungen an den Brandschutz (T30, T90) und Schallschutz (SD27, SD37) gerecht werden mussten. Für die SD37er Ausführung wurde ein eigenes Prüfzeugnis ausgestellt.

Im Innenausbau wurden 7.000 Quadratmeter schwer entflammbare bzw. nicht brennbare Plattenwerkstoffe verarbeitet, darunter Mobiltrennwände, WC-Trennwände und flächenbündige Flurtrennelemente mit Portalnischen. Aber auch bis zu vier Meter hohe Schiebetüren, Waschtische aus Mineralwerkstoffen, wandhängende Stehtische im Foyerbereich, freihängende Garderoben in den Klassenräumen, Küchenmöbel für das Fach Hauswirtschaft und vieles mehr gehörten zur Innenausstattung. Eine spannende neue Erfahrung, so schildert es der Projektleiter Holger Schumann, war die Verwendung von Eternit für den Innenausbau.


Die Uhr tickte unaufhaltsam

Die größte Herausforderung war jedoch der extrem enge Zeitrahmen. Von den insgesamt nur 18 Monaten Bauzeit waren gerade einmal acht Monate für den Innenausbau vorgesehen. Eine Überziehung war nicht möglich, weil die Termine für den Einzug der Schulen fest gesetzt waren. Vom Juni 2017 bis zum Februar 2018 vollbrachten die Kollegen von Jaeger Tischlerei Dresden somit das, was der Dresdner Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann bei der festlichen Einweihung als eine „geradezu heldenhafte Leistung“ lobte. Und das zu Recht – Hut ab, Kollegen!

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