Praxistag Bau 2017: Einblicke in den Beruf eines Bauleiter im Innenausbau

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Welche Chancen und Anforderungen haben Jungingenieur/-innen in den enorm vielfältigen Aufgabenfeldern der modernen Bauindustrie? Zum Praxistag Bau in Würzburg haben wir uns dieser Frage angenommen.

Die Entscheidung für einen konkreten Berufsweg prägt unser weiteres Berufsleben maßgeblich. Mit der Entscheidung für ein Studium des Bauingenieurwesens an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt haben zahlreiche Studenten den Grundstein für die Karriere in einer zukunftssicheren Branche gelegt. Nun gilt es neben einem erfolgreichen Studienabschluss den weiteren beruflichen Werdegang vorzubereiten. Doch wie genau soll es weitergehen? Auf welchen Arbeitsbereich der Baubranche soll man sich spezialisieren? Straßenbau, Geotechnik oder doch den Innenausbau?

Entscheidungshilfe Praxistag Bau

Um Studenten die Entscheidung für die bevorstehende Spezialisierung im Studium zu erleichtern, veranstaltet der Bayerische Bauindustrieverband e.V. jährlich den Praxistag Bau. Zur Würzburger Auflage am 16.10.2017 bot sich für 30 künftige Jungingenieure (3. Semester) eine ganz besondere Gelegenheit. Neben der Jaeger Ausbau Gruppe ermöglichten zwei weitere namhafte Bauunternehmen echte Einblicke in die Berufspraxis eines spezialisierten Bauingenieurs. Während drei Baustellenbesichtigungen und der anschließenden Diskussionsrunde konnten die Studenten jederzeit den offenen Dialog mit Praktikern der Bauindustrie suchen.

Zukunft Innenausbau-Ingenieur

Erster Anlaufpunkt der Exkursion war das entstehende Bürgerspital im Würzburger Hubland. Nach einem kurzen Überblick über eine Baustelle im Ausbau wurde der Beruf des Bauleiters im Innenausbau vorgestellt. „Die Studenten waren über den enormen Umfang der Trockenbauarbeiten erstaunt. Die Masse und Möglichkeiten des trockenbaubasierten Innenausbaus war für die Studenten vollkommen neu.“, erklärt Dipl.-Ing- (TH) Carmen Perea, Bauleiterin bei Kontaktseite Jaeger Ausbau Würzburg

Insgesamt werden in der Ausbauphase des Gebäudes 119 Wohneinheiten und 36 Pflegezimmer geschaffen. Hierfür werden zunächst Wände mit einer Gesamtfläche von ca. 16.000 m2 in den fertigen Rohbau eingezogen. Zusätzlich fordern der enge Zeitplan und die komplizierte Materialbereitstellung die organisatorischen Fähigkeiten der Bauleitung. „Durch die zahlreichen Großbaustellen im Gebiet wird die Zufahrt für Baufahrzeuge und Lieferverkehr zum Teil lahmgelegt.“, erklärt Co-Bauleiter Bogdan Zisch.

„Als Bauleiterin bin ich nicht nur dafür zuständig die Kollegen bestmöglich zu koordinieren und anzuleiten. Es ist außerdem notwendig, dass ich jederzeit den Überblick über den Bauablauf und die betriebswirtschaftlichen Ziele habe. Gibt es Probleme muss ich diese schnellstmöglich lösen. Als Ingenieurin im Innenausbau weiß ich zudem genau welche baulichen Möglichkeiten es gibt und sorge für eine hochwertige Umsetzung.“, umreißt Perea die Tätigkeit als Bauingenieur im Innenausbau.

 

Abgerundet wurde die Baustellenbegehung mit einer Livedemonstration. Dabei konnten die Teilnehmer den Trockenbaumonteuren bei der Wandmontage über die Schulter schauen.

„Die Jungingenieure hatten großes Interesse am Projekt und den daraus resultierenden Herausforderungen für den leitenden Bauingenieur.“, so Perea. „Ich hoffe, dass die Studenten einen Einblick in das Potential und die Zukunft des Innenausbaus erhalten konnten. Ich würde mich freuen, wenn sich der ein oder andere für eine Spezialisierung im Innenausbau entscheidet.“

Weitere Bauprojekte und Diskussionsrunde

Im Anschluss konnten die Studierenden zwei weitere Bauprojekte in der Region besichtigen. Eine Baustelle im Rohbau und ein Bauabschnitt der BAB A3 bei Würzburg sorgten für einen breiten Einblick in die möglichen Arbeitsfelder eines Bauingenieurs. Während der abschließenden Diskussionsrunde standen insbesondere Themen um den Berufsstart nach dem Studium im Fokus.

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