Aus einer charmanten Idee entstand der wohl ungewöhnlichste und reizvollste Veranstaltungsort in Dresden. Durch die Luftangriffe 1945 weitgehend zerstört, wurde die Ruine der Dresdner St. Pauli Kirche 1997 als Sommertheater wachgeküsst. 2006 durchgeführte Sicherungsmaßnahmen und eine anschließende Bauwerksuntersuchung offenbarten, dass die gesamte Ruine der 1891 geweihten Hallenkirche umfassend saniert werden muss.

Die Lösung waren ein neues Glasdach sowie seitliche Verglasungen der Fenster und Wandöffnungen. Unser Unternehmen Jaeger Glas- und Metallbau aus Leipzig bekam den Auftrag umfangreiche Verglasungen zu fertigen und einzubauen. Passend zum 400 m² großen Flachdach waren hochwertige und anspruchsvolle Verglasungen, im Speziellen eine neue Fensterrose, gefordert. Die seitlichen Glasfronten wurden mit einem ausgeklügelten Belüftungssystem versehen. Die Fensterelemente mussten mit einer eigens für das Objekt entwickelten Sonderkonstruktion und speziellen Öffnungselementen aus Stahlprofilen erstellt werden. Eine absolute Höchstleistung in Planung, Konstruktion und Ausführung war dabei die Anpassung an die stark beschädigten Konturen der Bogenelemente.

Mit dem Ausbau der Kirchenruine St. Pauli hat sich Dresden einen bemerkenswerten Veranstaltungsort geschenkt. Der Raum wurde geschlossen, ohne den Ruinencharakter zu zerstören. Und mehr noch: Das historische Gemäuer ist langfristig gesichert, die Verglasungen bringen den nötigen Schallschutz für die Anwohner. Der Veranstaltungsraum ist unabhängig vom Wetter nutzbar, durch das Belüftungssystem bleibt es im Inneren auch bei hohen Außentemperaturen angenehm kühl und die Luft frisch. Vorher vermauerte Fenster- und Wandbereiche geben jetzt den Blick nach außen frei und schaffen eine lichte Transparenz.

St. Pauli Kirchruine Dresden

  • Auftraggeber
    STESAD GmbH
  • Architekt
    Dähne Architekten, Dresden
  • Volumen
    k. A.
  • Fertigstellung
    2012
  • Objekttyp
    Messen und Veranstaltungen
  • Leistungen
    Glas- und Metallbau

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